The tension against Israel

Am 12. Oktober lädt das Astra Stube geheißene Widerlager der Sternbrücke zur Geburtstagsfeier. Aberhunderte Konzerte und Clubnächte haben die Stube erprobt, jedoch nimmernicht erschöpft. Gemeinsam sind’s 15 Jahre Kulturereignisschaffung – danke!
“Der Blick aus den Fenstern, der Sound, die Musiker, das Tresenteam, die Techniker, die Stammgäste und -Deejays, die Praktikanten und die Putze! Es ist ein Geschenk mit und für Euch zu arbeiten.” (Ode eines Stubenwesens).
“Umwerfend war es, bin immer noch ganz geplättet von den herzlichen Reaktionen auf unsere Musik gestern Abend. Dass wir wiederkommen versteht sich von selbst.” (Feedback eines Künstlers).
Am Geburtstagssonntag soll’s Torte geben und die exquisite Bohne der Public Coffee Roasters, eine fragmentarische Rückschau mittels Fotografie von Claudia Höhne und Dimitri Moskalenko und Tresenskizzenbüchern, DJ von Volt bringt Tunes aus der Karibik und in Jiddisch, der Stuben-Sampler wird released (Schwervon!, Delay Trees, Sexual Objects, Las Kellies, …!), und selbstredend wird’s außerordentliche Bands live zu erleben geben.

Ein großer Wunsch in Sachen Live-Musik jedoch ist geplatzt.
“Unfortunately I need to cancel our show. We have had some cancellations due to the Gaza/Israel war and the tension against Israel in Europe. Bookers in northern Europe have expressed worry as to thin audiences. This has created a massive hole of dates in our tour, which we cannot fill. I hope you understand this is out of my hands.”
Ein (selbst gegenüber bohrenden politischen Fragern) ausgesprochen offenherziger Künstler aus Tel Aviv steht mit seiner Band einmal mehr vor den verrammelten Toren einer “modernen Welt”.
Weshalb sich scheuen, eine israelische Band zu veranstalten? Mögliche Gründe: a) aus Antisemitismus, b) um den Ruf in anti-imperialistischen Kreisen nicht zu verlieren, c) Nationalität und Nationalismus und/oder künstlerisches Schaffen und politischen In-/Aktivismus nicht separieren wollen – ?
Deshalb nur noch Künstler ohne Staatsbürgerschaft buchen, denn annähernd jede Regierung der Erde verfügt über ein militärpolitisches Programm – ?

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