Warum Wimbledon?

Sonntagnacht wird die erste Phase unseres Fundings, die Finanzierung an sich, abgeschlossen sein. Nach Auszahlung des Geldes geht’s dann weiter mit der Pressung des Albums sowie seinem Versand mitsamt Dankeschöns.
Eines davon wird ein zusätzliches Booklet mit nicht nur Text, sondern auch Musik sein. Diese wird allerdings nicht von den HONEYHEADS stammen.

Hier nun bereits das Vorwort des zusätzlichen Booklets.

“Warum Wimbledon?

‘Live at Wimbledon’ entstand im Niedervolthoudini-Studio Hamburg. Weshalb wurde dann dieser Titel gewählt?

Nun, auch die Bee Gees hatten mit ‘Odessa’ wenig zu tun, und weder Olivia Newton-John noch das Electric Light Orchestra weilten je in ‘Xanadu’. ‘One Night at the Opera’ von Queen ist mitnichten das Resultat einer solchen, nie waren die Kinks eine ‘Village Green Preservation Society’, sie wuchsen in London auf, Londonbeat hingegen stammen aus Amerika. Die wirklich in Memphis aufgenommenen Alben ‘From Elvis in Memphis’ und ‘Dusty in Memphis’ sind da schon Ausnahmen.

Nicht hinter jedem Namen verbirgt sich das Naheliegende oder gar Passende. Auch das trägt zur Zaubermaschinerie Pop bei, wer Platten kauft, möchte meist nicht einfach die nüchternen Fakten, sondern den schönen Klang.

Wichtig war uns Honeyheads vor allem das Vorkommen eines ‘live’ im Titel, denn live spielten wir das Album ein. Und Wimbledon? – Ja, Wimbledon wurde uns sozusagen nahe gelegt, in einer dunklen Kneipe, umgeben von kaltem Rauch.

Denn als wir sinnierten, welcher mystische Ort der passende Albumtitel wäre und wir dabei auf Wimbledon stießen, räusperte sich eine Gestalt im Schatten und sagte ‘Ach, das gibt’s noch?’ und erzählte uns Staunenden allerlei Seltsames rund um Wendel Pickner und sein Studio in Bagen an der Fluhme. Er berichtete geradezu ehrfürchtig von Mandelbaum, Lasse und den Lassoboys, den beliebten Prachtfinken und Stephan Flitschke alias Papa Snob. Wir hatten von alldem noch nie etwas gehört, aber es versprach, mindestens eine Geschichte wert zu sein.

Wir forschten in den Abgründen der Pop-Historie und präsentieren hier voller Stolz die erste und, soweit es möglich war, vollständige Chronologie der Geschichte um das Wimbledon-Studio. Unser besonderer Dank gilt dabei Katja Schaumer für ihre Hilfsbereitschaft und ihren selbst gebackenen Kuchen.”

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